29.10.2026

Bundesweite Studie zu Lungenerkrankungen bei Rheumatoider Arthritis startet

– Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen als eines von drei Leitzentren beteiligt!

Rheuma betrifft in Deutschland fast jeden hundertsten Menschen. Was viele nicht wissen: Bei bis zu 60 von 100 Erkrankten greift die Krankheit auch die Lunge an. Diese Lungenschäden gehören zu den gefährlichsten Folgen von Rheuma und sind für jeden fünften Todesfall bei Rheuma-Patienten mitverantwortlich. Genau hier setzt eine neue, bundesweite Studie an, die auf Initiative des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) entstand und an der das RKK als eines von drei führenden Zentren beteiligt ist. Weitere Partner sind Krankenhäuser in Hannover und Berlin sowie das Deutsche Rheumaforschungszentrum.

„Wir wissen bislang zu wenig darüber, warum manche Rheuma-Patienten Lungenschäden bekommen und andere nicht – und warum die Erkrankung bei manchen schnell fortschreitet, bei anderen kaum“, sagt Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums am RKK. Die Forscher wollen deshalb sechs Jahre lang 250 Patienten aus ganz Deutschland begleiten, deren Lunge durch Rheuma geschädigt ist. Untersucht wird unter anderem, ob bestimmte Erbanlagen das Risiko erhöhen, ob sich im Blut frühzeitig erkennen lässt, wenn sich die Lunge verschlechtert, und ob gängige Rheuma-Medikamente der Lunge schaden oder helfen. Die gesammelten Daten und Proben werden zentral ausgewertet, unter anderem in Berlin, Hannover und Mainz.

Langfristig sollen die Ergebnisse helfen, gefährdete Patienten früher zu erkennen und besser zu behandeln. Erste Ergebnisse werden in den nächsten zwei Jahren erwartet.

PRESSEMITTEILUNG GRAIL Studie RKK